Krypto-Investments: Ist Bitcoin wieder einmal tot?

24. Februar 2026

Die Stimmung am Kryptomarkt scheint an einem Tiefpunkt angekommen.
© Leonid Sukala – GettyImages.com

Bitcoin-Kursentwicklung: Eine Analyse

Bitcoin wurde angesichts des aktuellen Crashs zum 467. Mal für tot erklärt. Doch bislang waren solche Phasen meist gute Einstiegszeitpunkte.

Von Matthias Reder

Dieser Artikel ist von mir, Matthias Reder, für das GEWINN-Magazin verfasst worden. Das GEWINN-Magazin ist Österreichs führendes Wirtschaftsmagazin für Anleger, Unternehmer und finanzinteressierte Menschen – und offizieller Medienpartner von RETTE DEIN GELD. Erfahre auf der Partnerseite alles über unsere Kooperation.


Da sind sie wieder, die Bitcoin-Kritiker: Weil der Kurs so stark gefallen ist, sind sie wieder sehr präsent und unterstellen dem Netzwerk einen inneren Wert von null. Damit wurde Bitcoin laut der Webseite bitcoindeaths.com, die weltweit Prognosen von Analysten und Investoren bezüglich Bitcoin sammelt, bereits zum 467. Mal für tot erklärt. 

Und tatsächlich ist dieser Kurseinbruch von Bitcoin seit Oktober 2025 in absoluten Zahlen einmalig: Da rauschte der Preis von Bitcoin von seinem Höchststand von circa 129.000 auf rund 60.000 Dollar nach unten und verlor somit innerhalb weniger Monate über 69.000 US-Dollar an Wert (siehe Bitcoin-Chart).

In Prozentwerten sieht es im historischen Vergleich zu anderen Kurseinbrüchen jedoch noch nicht ganz so schlimm aus: Mit minus 53 Prozent vom Hoch im Oktober 2025 bis zum jüngsten Tiefpunkt Anfang Februar ist man noch weit entfernt von den Bitcoin-Crashs in den Jahren 2018 (minus 85 Prozent) und 2022 (minus 78 Prozent). 

Doch die Stimmung am Kryptomarkt scheint an einem Tiefpunkt angekommen: Der Crypto Fear & Greed Index, der zwischen „Gier“ und „Angst“ der Marktteilnehmer auslotet, ist im Februar auf den Stand von fünf Punkten gefallen. Und damit war diese Metrik so tief im Bereich „extreme Angst“ wie noch nie zuvor! (Siehe Grafik.) 

Sehr volatiles Umfeld

Generell ist aktuell ein sehr stark schwankendes Anlegerverhalten sichtbar: Die US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen starke Abflüsse an einem Tag und wiederum starke Zuflüsse am nächsten Tag. Technologieaktien schwächeln, um kurz darauf extrem zuzulegen. Die hohe Volatilität macht auch vor Gold und Silber nicht halt, wo es zuletzt eine sehr turbulente Kursentwicklung gab. 

Dieses Liquiditätskarussell dreht sich immer schneller. Was früher über mehrere Quartale dauerte, wird heute innerhalb weniger Tage umgeschichtet. Die Trends werden immer kürzer, dafür aber intensiver. Alles spielt sich in kürzester Zeit in unseren Social-Media-Timelines ab. Hinzu kommen geopolitische Unsicherheiten. Und zu den großen Verlierern gehört der Bitcoin, in dessen Schatten der gesamte Kryptomarkt leidet. 

Restriktive Signale vom neuen Fed-Chef

Mit dem bevorstehenden Wechsel an der Spitze der US-Notenbank (Kevin Warsh für Jerome Powell) rückt die Frage der Geldpolitik erneut in den Fokus. Restriktivere Signale wirken sich kurzfristig belastend auf klassische Hochrisiko-Investments wie Tech-Aktien oder Bitcoin aus. In dieser Phase sehen wir aktuell eine fast idente positive Korrelation zwischen Bitcoin und Software-ETFs. Doch diese Korrelation ist kein strukturelles Bild des Bitcoins, sondern ein Liquiditätsphänomen. Sobald sich die Zins- und die Inflationsdynamik ändern, kann sich das Bild ebenso rasch ändern. 

Und Edelmetalle spielen auch eine deutlich größere Rolle in diesem Spiel. Früher wurden sie in Krisenzeiten sehr gerne als Sicherheitsbeiwagerl im Depot gesehen, ansonsten eher verschmäht, da sie keinen Cashflow generieren und keine große Kursfantasie bieten. Das hat sich in den letzten eineinhalb Jahren deutlich geändert. Der Kurs-Chart sieht sexy aus – die Renditen auch. Gold und Silber sind wieder „in“. Dadurch wird den anderen Assetklassen laufend Liquidität entzogen. Allen voran Bitcoin. 

Die gesamte Marktkapitalisierung von Bitcoin macht aktuell nur ein Fünfundzwanzigstel des Goldmarkts aus und wird somit für jedes große Verkaufsticket doppelt und dreifach kurstechnisch abgestraft, während die Angebotsseite unverändert bleibt. Und das, obwohl sich bei Bitcoin technisch und organisatorisch nichts geändert hat. Während Aktien neue Emissionen durchführen können und Zentralbanken die Geldmenge ausweiten können, bleibt das Angebot an Bitcoins strikt auf maximal 21 Millionen Stück limitiert. 

Sollte also erneut Kapital in Risikoklassen à la Bitcoin fließen, würde eine steigende Nachfrage auf ein strukturell begrenztes Angebot treffen – ein Mechanismus, der in früheren Zyklen zu überproportionalen Aufwärtsbewegungen führte. 

Was bedeutet das für Anleger?

Bitcoin bleibt volatil. In einem Markt, in dem Kapital immer schneller rotiert, gewinnt Diversifikation an Bedeutung. In diesem Zusammenhang könnte man von vier Sachgoldarten sprechen: physisches Gold, digitales Gold (Bitcoin), Firmengold (Aktien) und Betongold (Immobilien). Darunter ist Bitcoin das einzige „Gold“ mit einer maximalen Obergrenze von 21 Millionen Stück, das kurstechnisch aber extrem auf die unterschiedlichen makro- und mikroökonomischen Umstände reagiert. Eine Streuung auf diese vier Assetklassen ist daher eine Streuung der Reaktion auf unterschiedliche Zins- und Liquiditätszyklen sowie geopolitische Ereignisse. 

Und extreme Angst war historisch gesehen auch immer ein guter Einstiegszeitpunkt. Warum also jetzt bei einem Preis von 60.000 US-Dollar zögern, wenn noch bei 120.000 US-Dollar alles zu teuer war und man noch abwarten wollte? Den idealen Kauf- bzw. Verkaufszeitpunkt kann ohnehin niemand vorhersehen. Warum also nicht automatisieren? Ein Sparplan, mit dem man z. B. alle zwei Wochen oder jeden Monat Bitcoin für einen kleineren Betrag kauft, schlägt Emotionen um Längen. Einfach laufen lassen!

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Ich hoffe, der Artikel konnte einiges an Zusatzinfos geben. Für Fragen stehe ich sehr gerne im kostenlosen Erstgespräch zur Verfügung!

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